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28.08.2011

Bilder junger rumänischer Künstler – Ausstellung in der Flughafenkapelle eröffnet

Fuhlsbüttel (cy). Der Hamburg Airport feiert in diesem Jahr sein einhundertjähriges Jubiläum. Zeitgleich begeht auch die Temeswar-Arbeitsgemeinschaft Hamburg (TEMAH) ihren 20. Jahrestag. Die TEMAH ist eine Hilfsorganisation, die seit 1991 humanitäre Hilfe in die westrumänische Region um die Stadt Temesvar leistet. Seit einigen Jahren betreibt sie auch Kulturförderung. Diesen doppelten Geburtstag nehmen nun beide als willkommene Gelegenheit wahr, Bilder junger rumänischer Künstler in der Kapelle am Flughafen Hamburg auszustellen.

Die Gemälde stammen aus dem alljährlichen Wettbewerb der TEMAH, die sie gemeinsam mit der Stiftung ARSPONTEM und der Fakultät für Kunst und Design an der West-Universität Timi oara (rumänischer Name für Temeswar) in Rumänien organisiert. Das Motto der Ausstellung passt insofern für beide Anlässe: Es lautet „Wir feiern ein Fest“ und war auch bereits die Vorgabe für einen vorangegangenen Künstlerwettbewerb. Noch bis zum Beginn der Adventszeit sind Gemälde von elf verschiedenen jungen rumänische Künstlern in der Flughafenkapelle zu bewundern.

Pastor Björn Kranefuß zeigte sich begeistert von den ausgestellten Werken und das Thema des Wettbewerbs: „Das hätte ich vorher nicht erwartet, dass ich eines Tages mal Bilder aus Temesvar in der Flughafenkapelle ausstellen werde. Aber die Themen Fest und Religion passen sehr gut zusammen. Viele wichtige Feste in der Geschichte der Menschheit haben mit Religion zu tun“, erklärte er in seiner Eröffnungsrede. Für den 23jährigen Stefan Petrica, den Gewinner des Wettbewerbs, gab es auf der Vernissage gleich noch eine gute Nachricht. Sein Triptychon, das ebenfalls den Titel der gesamten Veranstaltung „Wir feiern ein Fest“ trägt, gefiel dem neuen Honorarkonsul von Rumänien zu Hamburg Klaus Rainer Kirchhoff so gut, dass er es für seine Privatwohnung erwarb. Kirchhoff rang sogar damit, noch ein weiteres von den ausgestellten Werken zu erwerben: „Die Bilder sind alle sehr beeindruckend. Das sind alles junge, talentierte Künstler, die man unbedingt unterstützen muss. Ausstellungen wie diese sind eine sehr gute Gelegenheit, das Image von Rumänien in Deutschland aufzupolieren“, sagte er. Auch Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Airport, verband mit der Exposition weitergehende Hoffnungen: „Es ist sehr schön, dass der Flughafen mit diesen sehenswerten Kunstwerken eine weitere Attraktion bekommt. Damit treten wir den Beweis, dass bei uns viel los ist, auf eine andere Art an, als es normalerweise der Fall ist. Diese Veranstaltung trägt auch hoffentlich zu erneuten Überlegungen über eine Direktverbindung zwischen Hamburg und Rumänien bei“. Anfang der 1990er Jahre hatte die staatliche rumänische Fluglinie Tarom bereits Direktflüge nach Bukarest angeboten gehabt, die jedoch nach einiger Zeit wieder eingestellt wurden. „Es leben viele Rumänen in Hamburg, beispielsweise wären die ganzen Beschäftigten bei Airbus sicher an solchen Flügen interessiert“, so Eggenschwiler weiter. Die Ausstellung findet in enger Zusammenarbeit mit der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft für Norddeutschland (DRG) statt, die sie an den Flughafen vermittelt hat.

„Rumänien kommt in den deutschen Medien leider meist nicht gut weg. So eine Ausstellung ist eine Möglichkeit, zu zeigen, dass das Land viel mehr zu bieten hat, als die negativen Nachrichten, mit denen man konfrontiert wird.” sagte Alina Holly-Peters, Präsidentin der DRG.

Die Ausstellung ist bis zum 25. November täglich von 6 bis 22.30 Uhr in der Flughafenkapelle im Terminal eins zu besichtigen. Die Bilder können auch käuflich erworben werden.

(Artikel aus "Markt" für Langenhorn, Fuhlsbüttel und Hummelsbüttel. Ausgabe: 4. Wo., 1. Jg., 27.08.11, S. 1 und S. 3.)